Kapitel vierundzwanzig
Ich verabschiedete mich mit einer Umarmung von meinem Retter Marcus und küsste ihn sanft auf die Backe, worauf er schief grinste und sagte: „Hey du, mach mir keine Hoffnungen.“
Ich musste trotz meinen Schmerzen lachen und drückte fest seine Hand.
Arvid begleitete mich mit Mary in das Krankenhaus und die Stimmung im Krankenwagen war wirklich beschissen. Sie schwiegen sich die ganze Zeit mit düsteren Blicken an und der einzige der mit mir redete war der Rettungssanitäter.
Medina im Krankenhaus
Hallo Schüler,
Heute habe ich leider eine traurige Nachricht für euch. Medina wurde von einem Krankenwagen abgeholt und ist erst heute um 23 Uhr wieder mit dem Taxi in das Internat zurückgekommen. Mir wurde zugetragen, dass ihr Knöchel (nicht wie die Krankenschwester vermutet hat) verstaucht ist.
Aber das spannendere ist ja, dass Marcus sie im Tanzstudio gefunden hat und sie auch zu der Krankenstation GETRAGEN hat. Wie romantisch ist das bitte!!! Er hat sie auf Händen zu der Krankenschwester getragen *-* Von außen wirkt er immer so hart aber wenn es um Medina geht wird er ganz zart und lieb <3 so süß und romantisch <3
Glaubt ihr die beiden finden wieder zueinander oder ist zu viel zwischen ihnen vorgefallen?
Marcus war aber nicht der einzige der sich Sorgen um Medina gemacht hat! Arvid, Lucas heißer jüngerer Bruder tauchte noch im Krankenzimmer auf und begleitete sie in das Krankenhaus.
Jedoch denke ich, war die gemeinsame Zeit in Lukas alten Zimmer auf der Party, erst einmal die einzige Annäherung zwischen den beiden. Ich glaube nämlich, dass Medina noch zu sehr von Lukas Abschied verletzt ist, als dass sie etwas mit seinem jüngeren Bruder anfängt. Seit ihr der gleichen Meinung oder läuft da was zwischen ihnen?
Bis bald euer,
@blogboss
Es gab viele Gerüchte über meinen Krankenhausaufenthalt, aber zum Glück halfen mir meine Freunde mich mit meinen Krücken in der Schule zurechtzufinden und ich brachte die Zeit bis zu den Osterferien ganz gut rum.
Arvid würde mich in diesen Ferien mit zu meinen Eltern begleiten, denn auf eine Zeit in Lukas und Lucys Ferienhaus hatten wir beide sehr wenig Lust. Also würden wir diesmal zwei Straßen weiter bei meinen Eltern und ihrem neuen Pflegekind feiern. Juhu deprimierte Familienzeit! Naja immer noch besser als Zeit mit einem alten besten Freund, der einfach weggelaufen ist und sich seitdem nicht mehr meldet!
Arvid hatte mir auch schon die versprochene Mail geschrieben, doch bis jetzt hatte ich noch gar nicht rein geschaut. Irgendwie hatte ich Angst davor, denn das Gespräch im Arztzimmer war schon sehr ernst gewesen.
Jetzt am letzten Tag vor den Ferien saß ich wieder vor meinem Laptop und starrte auf mein E-Mail Postfach. Die Mail lag schon eine Woche zurück und ich sah Arvid täglich. Er wartete bestimmt auch schon auf meine Reaktion.
Nervös schnappte ich mir mein Handy und tippte, dass Arvid in 20 Minuten kommen solle, weil ich jetzt den Text lesen würde.
Er antwortete, er würde kommen.
„Gut dann los", murmelte ich und öffnete die Mail mit dem Betreff: „Die Warheit über dich“.
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